Fleischkäse nach Azubi-Art

Die coop eG spendet 3000 Euro für krebskranke Kinder und Jugendliche.

Den Spendenerlös erarbeiteten die angehenden Fleischer/-innen und Fleischereifachverkäuferinnen auf der Kieler Woche 2009. Unter dem Motto »Von jungen Menschen für junge Menschen« nahmen sie an einem neuartigen Projekt der coop eG teil.

Die Aufgabe dabei war es, eine eigene Rezeptur für ein Produkt zu entwickeln, dieses dann in ausreichender Menge zu produzieren und es auf der Kieler Woche für einen guten Zweck zu verkaufen.

Ohne Fleiß kein Preis

Auf Wunsch der Auszubildenden sollte ein ganz besonderes Produkt entstehen, das seinesgleichen sucht. Die Idee war schnell geboren – ein Fleischkäse sollte es werden, schmecken sollte er und – wie bei coop selbstverständlich – von hoher Qualität sein.
Mit Unterstützung der Ausbilder wurde ausgiebig an der perfekten Rezeptur für einen pikant gewürzten Fleischkäse getüftelt. Stimmt der Feinheitsgrad des zerkleinerten Fleisches? Ist genügend Cayennepfeffer enthalten? Wie lange muss der Fleischkäse garen? – Wichtige Fragen, die es zu lösen galt, um ein einmaliges Produkt zu erhalten. Und es hat geklappt. Schließlich wurde der Fleischkäse in der coop-Kantine angeboten, von den coop-Mitarbeitern getestet und … für gut befunden.

Die Rezeptur hat es in sich: Vanessa Wlocka und Jannine Tippel waren für den Verkauf des selbst gemachten Fleischkäses zuständig.

In der Kieler Woche ging es dann richtig los: Im Frischecenter der coop eG produzierten vier Fleischer-Auszubildende täglich frisch insgesamt annähernd eine Tonne Fleischkäse. Dann kamen noch sechs Auszubildende zur Fleischereifachverkäuferin ins Spiel. Ihre Aufgabe war es, den Fleischkäse nach »Azubi-Art« im »Unser Norden«-Dorf für zwei Euro pro Portion zu verkaufen. Die Rechnung ging auf. Der »Azubi-Fleischkäse« wurde zum Renner. 50 Cent von jeder verkauften Scheibe wanderten in den Spendentopf des Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche e. V. in Kiel. Insgesamt kamen bei der Aktion 2200 Euro zusammen, die die coop eG auf eine Summe von 3000 Euro aufstockte.

Ein voller Erfolg

»Der Erlös der Aktion sollte nach unserer Idee nicht nur in der Region verbleiben, sondern auch jungen Leuten zugutekommen«, erläutert die Projektteilnehmerin Jannine Tippel die Entscheidung der Azubi-Gruppe für den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche e. V. in Kiel.

Der Verein setzt sich seit 1985 für die Kinderkrebsstation in Kiel und vor allem für die Erkrankten und ihre Familien ein. Er will eine stützende und stärkende Funktion für die Betroffenen einnehmen und dazu beitragen, dass die Familien trotz der Erkrankung eine positive Zukunftsperspektive entwickeln können.

Vanessa Wlocka, Stephanie Westphal und Jannine Tippel übergaben den Scheck gemeinsam mit Stefan Pitz, coop-Geschäftsführer Personalwirtschaft, an Karsten Schubert, Vorstand des Förderkreises (2. v. r.).

Zur Scheckübergabe waren stellvertretend für alle am Projekt beteiligten coop-Auszubildenden die drei angehenden Fleischerinnen und Fleischereifachverkäuferinnen Vanessa Wlocka, Stephanie Westphal und Jannine Tippel in die coop-Zentrale Kiel gekommen. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Personalwirtschaft, Stefan Pitz, überreichten sie die Spende in Höhe von 3000 Euro.

Karsten Schubert, Vorstand des Förderkreises, freute sich über die erfolgreiche »Azubi-Aktion«: »Nach der vergangenen Kiwi-Spendenaktion im Dezember 2008 sind wir froh, dass die coop auch bei diesem Projekt wieder an uns gedacht hat.« Die 3000 Euro sollen für die Erweiterung des Projektes »Brücken-Pflege« eingesetzt werden. Dabei helfen so genannte »Brücken-Schwestern«, den stationären Aufenthalt eines erkrankten Kindes zu verkürzen. Sie übernehmen im Elternhaus der Kinder die medizinische Pflege, die die Eltern zum Teil nicht leisten können. Mittlerweile arbeiten zwei examinierte Kinderkrankenschwestern auf der Kinderkrebsstation in Kiel oder bei den Kindern zuhause. Dieses Team soll nun demnächst aufgestockt werden.

Fortsetzung folgt …

Geschäftsführer Stefan Pitz ist stolz auf seine Auszubildenden. »Dieses Projekt ist aus einer spontanen Idee in einer Arbeitskreissitzung der Abteilung Personalentwicklung heraus entstanden und wurde selbstständig von den Auszubildenden gestaltet und organisiert.« Nicht nur das: Selbst die Werbematerialien wie T-Shirts, Plakate und Informationsflyer über den Förderkreis seien von einem Auszubildenden in der Marketingabteilung erstellt worden, ergänzt Stefan Pitz.

Für ihn ist klar: Im folgenden Jahr geht das Projekt in die nächste Runde. Dann sind vielleicht die Auszubildenden zum/ zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel dran, diesen Erfolg zu toppen.

1 Kommentar zu “Fleischkäse nach Azubi-Art”


Einen Kommentar hinterlassen